• Melanie Thir

Gedanken eines Neugeborenen!

Liebe Mama, ich bin dein Kind.

Ich habe 9 Monate in der wohligen Wärme deines Bauches gewohnt, kannte weder Hunger, noch Kälte, Licht und schon gar nicht das Gefühl von Kleidung und Windeln auf meiner Haut.

Ich hörte deine Stimme, das beruhigende Rauschen deines Blutes und gedämpfte Geräusche aus deinem Alltag. Ich war immer ganz nah bei dir, Mama.

Dann habe ich mich plötzlich in einer völlig neuen Situation befunden: meine Lungen haben sich mit Luft gefüllt, ich habe das erste Mal meine Stimme gehört. All die neuen Eindrücke haben mich überwältigt: Licht, kühle Luft, Wärme, Angst.

Dann habe ich deine Stimme gehört. Deine Haut und deine Arme gespürt. Und deine Brust. Es fließt etwas Warmes in meinem Bauch. Du hältst mich weiter eng umarmt. Lass mich nicht los, Mama. Ich habe Angst. Ich brauche deine Nähe und sauge alle paar Minuten an deiner Brust. Durst, aber oft einfach nur um mich zu versichern, dass du noch da bist. Lass mich nicht los, Mama!

Lass Papa kochen, oder bestellt euch was. Jetzt ist nicht die Zeit um ein 5 Gänge Menü zu zaubern. Jetzt ist die Zeit, um zusammen herauszufinden, wie wir beide getrennt, aber trotzdem noch in enger Verbindung leben können. Hör nicht auf die anderen!

Keine Angst vor dem Verwöhnen! Und ich brauche auch keine Flasche! Deine Milch reicht mir.

Ich bin noch klein und manchmal brauche ich lange um satt zu werden. Manchmal schlafe ich dabei ein. Das Beste ist, du schläfst dann auch. Ich weiß, du fühlst dich müde! Aber dieser Ausnahmezustand dauert nicht ewig. Komm, gehen wir ein wenig raus, Mama! Trage mich im Tuch, ganz nah an dich gekuschelt und wir gehen hin, wo immer du willst. Ich brauche nichts weiter, nur dich.

Hilf mir, zu wachsen! Lass mich nicht allein weinen. Mein Weinen ist so viel mehr als nur eine Laune. Es ist Angst, oft sogar Todesangst. Ich kann nur mit und dank dir überleben.

Halte mich Mama, noch bin ich klein. Bald werde ich die Welt um mich herum erforschen und mehr Vertrauen bekommen. Lass mich sorglos wachsen.

Es ist ein kurzer Augenblick und ich bin groß.

Ruh dich aus Mama. Leg dich neben mich. Kuschel mit mir, küsse mich und versichere uns beiden immer wieder, dass alles gut wird.

Lass alle ungebetenen Ratschläge vor der Tür.

Lass uns ganz nah sein, Mama, so nahe wie wir es bis gestern waren, als ich noch in dir war...




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